Bericht einer Dienstreise für Ulf Prix - 25.4.2007, Graz:


DER KOWALSKI – REPORT

DAS PROTOKOLL


Ablauf der Mission:

Tankstelle Josefstadt – der Tankwart warnt vor Gegenverkehr

Wr. Neustadt – erste Strategiebesprechung im Kastanienschatten

Unterlamm – zweite Strategiebesprechung im Beisein des schlagflüssigen Winzers und seiner Frau, belauert von Tiroler Freiheitskämpfern

Graz – ORF – Zentrum – feierlicher Einzug – Konversation - Diskussion

Gamlitz – Nachbereitung unter Berücksichtigung des Raketenprojektes

Fürstenfeld – Nachbereitung unter der strengen Observation der moschusduftend servierenden Wirtin

Begleitum- und zustände:

Der schlagflüssige Steirerbauer

Die erstaunliche Frisur des Altbürgermeisters

Der lästige Zeichner – eine Berühmtheit mit Hut

Das Misstrauen des Herr Szyskovits angesichts der bunten Maurertracht

Der existenzielle Zweifel an der Buntheit – einer neuen Hose zum Trotz

Die Bedeutung des Monsters für Kowalski und andere Sterbliche

Der Schlaf der Monster und das Schlafen mit denselben

Die Erkenntnis, dass die nämliche neue Hose als Projekt-Uniform schon in Wiener Neustadt zu kurz war.

Die zauberhafte Nichte der Frau Kowalski: Orient – Expertin

Der Plan, zum Generalsekretär der Hammer – Purgstall – Gesellschaft zu avancieren.

Die blonde Tochter einer unbekannten Architektin – dortselbst von einem rasenden Herbert entrissen.

Das Rätsel um nicht nur die eine Grappa – geschwängerte Japanerin

Der poetische Kontext – Autofahrerlieder:

Frischer als ein Finnenfirn

Ist auch Tante Finis Hirn

Wolln wir Finnen dichten

Oder Mäuse schlichten ?

Wolln wir Baba spielen

Oder Lala spülen? (Abschiedssequenz mit integriertem Winken)

Erkenntnisse:

Der Oberschweißer Szyskovits wird für das Gamlitzer Raketenprojekt engagiert – das Radarzentrum Gaweinstal wird zum Cape Canaveral Österreichs

Zum Unterschweißer könnte der Mann jener Gamlitzer Stewardess ernannt werden, die die längsten Zigaretten raucht. Auch Viktor Tschernomyrdin soll sich schon die Augen nach ihr ausgeschaut haben – woraus sich – folgerichtig – eine Kooperation – Gaweinstal-Gamlitz und Grasnodar ergeben könnte.

Begegnungen:

Altlandeshauptmann Krainer, wie immer mit strahlendem Pilz-Gebiss, Altbürgermeister Stingl mit Frisur, der Stellvertreter des Landesintendanten Draxler, der Porträtzeichner, Architektinnen und Architekten, der Gerichtspräsident

Nebenbeobachtungen und Stimmungsbilder:

Die linke Kowalski-Nichte ist immerhin Orientalistin und hat auf der London Scholl of Economics gelernt, wie schön es ist, guttural zu leben, ohne Strudel im Mund, aber auch nicht nur im ägyptischen Stil.

Am Gefährlichsten sind immer die Cousinen, es müssen nicht einmal die Groß-Cousinen sein, deren Größe den nüchternen Betrachter oft gar nicht sehr beeindruckt, doch:

Welcher Beobachter ist schon nüchtern? Schon die geringste Schönheit ist Alkohol für die Seele (die Weisheit der schlafenden Monster)

Nichtsdestoweniger war das eigentliche Monster nicht zugegen, weil der Oberschweißer säumig war.

Tröstlich ist es jedenfalls, dass die Gamlitzer Raketenschweißer ausschließlich anthrazitfarbene Poloshirts tragen dürfen.

Die Eröffnungsrede:

Das Schlafen mit Monstern. Die tollkühne Frisur mit jenen Brillen, hinter denen sich ein dekanatisches Hirn (nicht dekantiert) zu verbergen scheint. Eine zwanglose Überleitung zu den monströsen Nächten zwischen Kowalski und Szyskovits oder Szyskovits und Kowalski.

Aus dem Gamlitzer Codex 1:

Der Ältere nimmt immer die Mutter (es darf auch von hinten sein) – der Jüngere hat unter den Töchtern die Auswahl zwischen den Brillenträgerinnen und den Nicht-Brillenträgerinnen. Der Ältere darf schnarchen, der Jüngere sollte dem Singen obliegen, aber nicht nur, obwohl ... wenn eine Tochter in sich hineinlacht.

Kann das schon ein himmlischer Witz sein, wenn hingegen eine Mutter nur die Augen aufschlägt, sollte der Ältere, der Schnarcher, jene Vorsicht walten lassen, die dem Jüngeren mit seiner Brillenträgerin oder Nicht-Brillenträgerin nur zum Schaden gereichen könnte.

Aus dem Gamlitzer Codex 2:

Hüte Dich vor Fritz dem Panzer (auch wenn Du die blutrote Tinte der Leidenschaft an den Fingern hast)

Vor allem die Brillenträgerinnen müssen rücksichtslos ausgeforscht werden. Vor allem dann, wenn sie einmal, wenn auch nur ein einziges Mal in sich hineingelacht haben, so als würde man in den Bauch des Himmels hineinlachen.

Der Blondinen, ja der Brillenträgerinnenkomplex und das Dilemma seiner Nachhaltigkeit ...

Aus dem Gamlitzer Codex 3:

Der Ulfismus ist eine der edelsten Spielarten des Sufismus, der sich wiederum vom Sulfismus grundlegend unterscheidet.


Herbert Maurer



Vorbereitende Pressearbeit in Wiener Neustadt Das Wiener Neustädter Weckerl Das Wiener Neustädter Licht Die Wirklichkeit im Spiegel des Lancia (Oststeiermark)
Maurer kommuniziert mit Oststeirern Das oststeirische Hügelland, Ausschnitt Die Vinothek von Unterlamm Mistelbefall und Isabellatrauben in Unterlamm
Gruss aus Unterlamm Maurer ist gerne freundlich mit den Oststeirern Eröffnungsrede - 19:50 Eröffnungsrede - 19:56
Eröffnungsrede - 19:57 Maurer kommuniziert mit Karla Kowalski (immer im Schatten des Anderen) - 1 Maurer kommuniziert mit Karla Kowalski (immer im Schatten des Anderen) - 2 Maurer kommuniziert mit Karla Kowalski (immer im Schatten des Anderen) - 3
Maurer raucht weit draußen Vernissage mit Monstern im Green Yellow Submarine von Graz Fidler sucht den Ausweg Maurer mit Monster (Zwei Monstra) - 1
Maurer mit Monster (Zwei Monstra) - 2 Maurer, schlecht getroffen von einem Grazer Gerichtssaalportraitisten Maurer, schlecht getroffen, doch von Interesse für eine Grazerin Maurer beim Schreiben des Protokolls in Ratsch an der Weinstraße - 1
Maurer beim Schreiben des Protokolls in Ratsch an der Weinstraße - 2 Maurer beim Schreiben des Protokolls in Ratsch an der Weinstraße - 3 Maurer am Ende (der Dienstreise)

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Photos von Herbert Fidler
April 2007

pfeil